Diese Applikation dient der energetisch-statischen Begleitung der Adduktorengruppe und wird häufig zur Unterstützung des Wohlbefindens bei intensiver sportlicher Betätigung eingesetzt.
Vorbereitung
Haut vorbereiten: Mindestens zwei Stunden vor dem Tapen auf Körperlotions, Massageöle oder Sonnenschutzmittel verzichten; die Stelle bei Bedarf mit milder Seife reinigen.
Haare entfernen: Bei dichter Behaarung die Stelle vorsichtig trimmen – das verbessert die Haftung und erleichtert später das Ablösen.
Ecken abrunden: Die Ecken jedes Tape-Streifens mit einer scharfen Schere abrunden, damit das Tape auch bei Reibung an der Kleidung bis zu einer Woche hält.
Schritt 1: Ausgangsposition und Vordehnung
Das betroffene Bein in eine deutliche Abduktion bringen (seitlich ausstellen, Knie gestreckt halten), sodass eine spürbare Vordehnung an der Oberschenkelinnenseite entsteht. Eine stabile Standposition oder das Abstützen an einer Liege sorgt für Sicherheit während der Applikation.
Schritt 2: Maßnehmen der Tape-Länge
In der vorgedehnten Position die benötigte Länge des Medi-Tapes® abmessen – vom Ursprung der Adduktoren im Bereich der Leiste/Schambeinast bis zur Innenseite des Kniegelenks. Einen Puffer von ca. 2 cm für die spannungsfreien Ankerpunkte einplanen.
Schritt 3: Zuschnitt und Vorbereitung
Das Tape in der gemessenen Länge abschneiden und alle Ecken abrunden. Bei Bedarf kann das untere Ende als V-Tape eingeschnitten werden, um die Ansätze am Knie präziser zu umschließen.
Schritt 4: Anlegen der Basis (Anker)
Das Schutzpapier am oberen Ende einreißen. Die Basis des Tapes wird ohne jegliche Dehnung im Bereich der Leiste (Adduktorenursprung) fixiert – entscheidend für Tragekomfort und Langlebigkeit, besonders bei dynamischen Bewegungsabläufen.
Schritt 5: Applikation und Aktivierung
Das Medi-Tape® entlang der Innenseite des Oberschenkels in Richtung Knie führen, mit leichter Dehnung über den Muskelbauch streichen. Das Ende wieder völlig ohne Zug im Bereich des inneren Kniegelenks ablegen. Zum Schluss mehrmals fest mit der warmen Handfläche darüberstreichen – die Reibungswärme aktiviert den Acrylkleber.
Profi-Tipps für eine lange Tragedauer
Warten: Nach dem Tapen ca. 30–60 Minuten warten, bevor Sport getrieben oder geduscht wird.
Duschen: Das Medi-Tape® ist wasserfest – nach Wasserkontakt vorsichtig trockentupfen, nicht reiben.
Entfernen: Niemals ruckartig abziehen, am besten in Haarwuchsrichtung, die Haut dabei leicht gegenhalten. Bei starker Haftung hilft Babyöl oder ein Remover-Spray.
Wichtiger Hinweis & Rechtlicher Disclaimer
Kein Heilversprechen: Die beschriebenen Methoden und Anwendungen basieren auf den langjährigen Praxiserfahrungen von Dr. med. Dieter Sielmann. Aus den Ausführungen lässt sich jedoch kein Heilversprechen ableiten. Die Wirkung von kinesiologischen Tapes ist wissenschaftlich nicht abschließend bewiesen; ihre Anwendung beruht auf Erkenntnissen der Erfahrungsheilkunde.
Kein Ersatz für ärztlichen Rat: Die Inhalte dieser Seite stellen keine medizinische Beratung dar und können eine individuelle Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt, Physiotherapeuten oder Heilpraktiker nicht ersetzen.
Ärztliche Rücksprache halten: Bei akuten oder chronischen Beschwerden, unklaren Krankheitsbildern oder nach Unfällen sollte immer ein Arzt konsultiert werden, bevor Sie mit einer Eigenbehandlung beginnen.
Anwendung auf eigene Gefahr: Die Umsetzung der hier gezeigten Anleitungen erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Schmerz und Tape GmbH übernimmt keine Haftung für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch die Anwendung der gezeigten Techniken entstehen.
Kontraindikationen beachten: Tapes sollten niemals auf offene Wunden, akute Hauterkrankungen oder bei bekannten Allergien gegen Acrylkleber aufgebracht werden.
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Der Musculus latissimus dorsi ist der längste und einer der am stärksten verdrehten Muskeln unseres Körpers. Er zieht von den unteren Brust- und Lendenwirbeln sowie dem Beckenkamm bis zum Oberarm und verdreht sich dabei um rund 180°. Er wird besonders bei Überkopfbewegungen beansprucht – typisch bei Sportarten mit Ballspielen über Kopf, beim Speerwurf, beim Klimmzug oder beim Streichen von Decken.
Funktion
Der Latissimus streckt und adduziert den Arm, dreht ihn nach innen und zieht das Schulterblatt nach unten und hinten. Da er so lang und verdreht verläuft, ist er als Schmerzursache oft schwer zu erkennen – Betroffene berichten häufig erst nach einer gewissen Ruhephase von Beschwerden, manchmal sogar nach erfolglosen kardiologischen oder pneumologischen Abklärungen wegen projizierter Rückenschmerzen im Brustbereich.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Die Person steht wie ein Speerwerfer: Beine leicht geöffnet, ein Fuß vorn, der zu tapende Arm hoch gestreckt, der Oberkörper leicht nach vorne geneigt.
Schritt 2: In dieser Haltung vom oberen Drittel des Oberarms bis zum Kreuzbein messen und das Tape entlang des Muskelverlaufs ohne Zug anlegen.
Alternative: Den Muskel mit dem Tape umfassen – dazu zwei gleich lange Streifen zuschneiden und entsprechend anlegen. Für Sportlerinnen und Sportler kann der gesamte Muskel grossflächig mit Tape abgedeckt werden.
Mehr zur Anatomie: Musculus latissimus dorsi (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Trapezius-Tape anlegen
Nebenwirkungen des Medi-Tapings
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.