Unser vegetatives Nervensystem (VNS) steuert unwillkürlich die Funktionen der inneren Organe und Gefäße – Herz-Kreislauf, Atmung, Verdauung, Stoffwechsel. Versorgt wird es über die Rückenmarksnerven, die segmental sowohl Hautareale (Dermatome), Muskeln (Myotome) als auch innere Organe (Viszerotome) versorgen.
Was sind Head-Zonen?
Da Haut, Muskulatur und Organe segmental über dieselben Nervenbahnen verschaltet sind, können sich Funktionsstörungen eines Organs auf bestimmten Hautarealen bemerkbar machen – diese Areale werden als Head-Zonen bezeichnet. Ein bekanntes Beispiel ist der sogenannte McBurney-Punkt zwischen Beckenkamm und Bauchnabel, der bei einer Blinddarmentzündung druckschmerzhaft sein kann.
Der umgekehrte Weg: von der Haut zum Organ
Dieser Zusammenhang funktioniert auch umgekehrt: Ein Reiz, der über die Haut gesetzt wird, kann über den sogenannten kutiviszeralen Reflexbogen bis zum zugehörigen Organ weitergeleitet werden. Der Hautreiz wird von Rezeptoren aufgenommen, über sensible Nervenfasern zum Rückenmark geleitet und von dort über vegetative Bahnen an das entsprechende Organ weitergegeben, wo er beispielsweise eine Entspannung der glatten Muskulatur unterstützen kann. Ein alltägliches Beispiel: Das sanfte Reiben des Bauches lindert bei vielen Kindern Bauchschmerzen.
Was das für das Taping bedeutet
Diese Prinzipien nutzt man, wenn Tapes gezielt im Bauchbereich angelegt werden, um den Verdauungstrakt anzusprechen. Die Wahl von Farbe und Anlagerichtung folgt dabei der jeweiligen Symptomatik. Diese Anwendungen sind eine begleitende, unterstützende Maßnahme im Sinne der körpereigenen Regulation und kein Ersatz für eine medizinische Abklärung von Bauchbeschwerden.
Mehr dazu: Head-Zonen (Wikipedia)
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Die Gate-Control-Theorie
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Inhalte basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und dienen der allgemeinen Information. Sie ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung und sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.