Narben als Störfelder erkennen und behandeln

Autor des Artikels: Dr. med. Dieter Sielmann
Artikel veröffentlicht unter: 16. Sep 2026

Können alte Narben Schmerzen an ganz anderen Stellen des Körpers auslösen? Dr. med. Dieter Sielmann teilt seine Einschätzung zu Narben als sogenannten Störfeldern.

Was ist ein Störfeld?

Der Begriff Störfeld ist aus Akupunktur und Neuraltherapie bekannt: Narbengewebe kann demnach den Energiefluss im Körper stören, selbst wenn die Narbe längst verheilt ist. Nach Dr. Sielmanns Einschätzung sollte deshalb bei jedem Patienten, bei dem sich die Körperstatik nicht dauerhaft ausgleichen lässt, auch nach Narben gefragt werden.

Wie ein Störfeld erkannt wird

Dr. Sielmann beschreibt eine einfache Testmethode: Mit einem Kugelschreiber (mit eingezogener Mine) wird zunächst über gesunde Haut gestrichen, damit der Patient das normale Gefühl kennenlernt. Anschließend wird über die Narbe gestrichen. Empfindet der Patient die Berührung dort deutlich stärker oder unangenehmer, wertet Dr. Sielmann dies als Hinweis auf zu viel Energie und tapt die Narbe in Blau. Wird die Stelle eher taub oder schwächer wahrgenommen, wählt er Rot. Bei wechselndem Empfinden kommt nach seiner Erfahrung Gelb infrage.

Wann Narben berücksichtigt werden

Nach Dr. Sielmanns Vorgehen wird nicht bei jedem Patienten von Anfang an nach Narben gefragt – meist erst dann, wenn sich die Statik trotz üblicher Behandlung nicht dauerhaft ausgleichen lässt. In seiner Erfahrung kam es in solchen Fällen wiederholt vor, dass erst die Tape-Behandlung einer längst verheilten Operationsnarbe – etwa nach einer Bauchspiegelung oder Achsel-Operation – zu einer spürbaren Veränderung führte.

Frische Narben

Bei frischen OP-Narben setzt Dr. Sielmann meist ein blaues Tape ein, das nach seiner Beobachtung die Wundheilung unterstützen und Wundschmerz lindern kann. Auch alte, verhärtete Narben werden nach seiner Erfahrung mit der Zeit weicher und elastischer.

Hintergrund zum Konzept: Neuraltherapie (Wikipedia)

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Kein Heilversprechen: Dieser Artikel gibt die persönliche Einschätzung und Erfahrung von Dr. med. Dieter Sielmann wieder und stellt keine medizinische Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden konsultieren Sie bitte einen Arzt oder qualifiziertes Fachpersonal. Die beschriebenen Zusammenhänge sind wissenschaftlich nicht abschließend belegt.

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