Ist Medi-Taping® wirklich nebenwirkungsfrei? Dr. med. Dieter Sielmann teilt seine Einschätzung und Erfahrung zu möglichen Hautreaktionen.
Grundsätzlich gut verträglich
Nach Dr. Sielmanns langjähriger Erfahrung sind ernsthafte Nebenwirkungen beim Medi-Taping® sehr selten. Das Tape enthält kein Latex und keine Medikamente, der Klebstoff besteht aus einem Naturharz.
Hautrötung
Am häufigsten wird eine Rötung der Haut unter oder um das Tape beobachtet. Nach Dr. Sielmanns Einschätzung handelt es sich dabei in aller Regel nicht um eine allergische Reaktion, sondern um eine normale Reaktion auf die verbesserte Durchblutung, die durch das leichte Anheben der Haut entsteht. Diese Rötung verschwindet in der Regel nach wenigen Tagen von selbst.
Juckreiz
Ein leichtes Kribbeln oder Jucken unter dem Tape wertet Dr. Sielmann meist als Zeichen eines aktivierten Stoffwechsels, nicht als Allergiezeichen. Er empfiehlt in diesem Fall, ausreichend zu trinken. Lässt der Juckreiz auch nach Anfeuchten des Tapes nicht nach, sollte es entfernt werden.
Echte allergische Reaktionen
Sehr selten kommt es zu einer echten Kontaktallergie mit starkem Juckreiz, deutlicher Rötung, Schwellung oder Bläschenbildung. In diesem Fall sollte das Tape sofort entfernt und die betroffene Stelle mit einer geeigneten Creme behandelt werden.
Verfärbung der Haut
In einem einzigen dokumentierten Fall in über neun Jahren Praxis beobachtete Dr. Sielmann eine vorübergehende Pigmentveränderung der Haut nach Sonneneinstrahlung über dem Tape, die sich nach einiger Zeit wieder zurückbildete.
Blutergüsse
Wird das Tape zu stark gedehnt aufgeklebt, kann es vereinzelt zu kleinen, harmlosen Blutergüssen unter dem Tape kommen, die nach einigen Wochen von selbst verschwinden.
Allgemeine Hintergrundinformationen: Kinesiologisches Tape (Wikipedia)
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Kein Heilversprechen: Dieser Artikel gibt die persönliche Einschätzung und Erfahrung von Dr. med. Dieter Sielmann wieder und stellt keine medizinische Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Bei anhaltenden oder starken Hautreaktionen konsultieren Sie bitte einen Arzt oder qualifiziertes Fachpersonal. Die beschriebenen Zusammenhänge sind wissenschaftlich nicht abschließend belegt.