Was sind Faszien? Ihre Rolle bei Nackenverspannungen

Autor des Artikels: Dr. med. Dieter Sielmann
Artikel veröffentlicht unter: 16. Sep 2026
Artikel-Tag: Original Medi-Tape Artikel-Tag: Wissen

Warum verspannt sich die Nackenmuskulatur bei vielen Menschen so hartnäckig? Dr. med. Dieter Sielmann teilt seine Einschätzung, welche Rolle dabei nicht nur die Muskulatur, sondern auch die Faszien spielen.

Was sind Faszien?

Faszien sind Bindegewebsstrukturen, die Muskeln und Organe umhüllen. Sie bestehen aus unterschiedlich dicht angeordneten Kollagenfasern, elastischen Fasern, retikulären Fasern und Bindegewebszellen und durchziehen den ganzen Körper wie ein Geflecht — eine Definition, auf die auch Prof. Robert Schleip in seiner Fazien-Forschung verweist.

Die Rolle des Wassers in den Faszien

Nach Einschätzung von Dr. Sielmann vermehren sich diese Kollagenfasern, wenn ein Muskel dauerhaft belastet wird, und ziehen dabei Wasser an. Ein anschauliches Bild: Füllt man einen Feuerwehrschlauch mit Wasser, wird er knallhart; entleert, lässt er sich leicht zusammenrollen. Ähnlich bauen sich die Faszien um den Muskel herum wasserreich auf.

Der Musculus levator scapulae

Ein häufig betroffener Muskel ist der Musculus levator scapulae, der vom ersten bis vierten Halswirbel zur medialen Schulterecke zieht. Reflektorisch ziehen viele Menschen bei Kälte, Sorge oder Anspannung die Schultern in Richtung Ohren — dieser Muskel ist dabei oft beteiligt und häufig spürbar verhärtet.

Der praktische Ansatz

Dr. Sielmanns Ansatz kombiniert zwei Elemente: eine manuelle Selbstbehandlung, bei der die Halswirbel vom Atlaswirbel abwärts abgetastet und verhärtete Stellen mit Geduld bearbeitet werden (siehe die DAVOS-Selbstbehandlung), sowie ergänzend ein elastisches Medi-Tape® — meist in Grün auf dem Musculus levator scapulae beidseits, oft kombiniert mit einem LWS-Stern zur Stabilisierung der Wirbelsäule.

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Kein Heilversprechen: Dieser Artikel gibt die persönliche Einschätzung und Erfahrung von Dr. med. Dieter Sielmann wieder und stellt keine medizinische Diagnose oder Therapieempfehlung dar. Bei akuten oder anhaltenden Beschwerden konsultieren Sie bitte einen Arzt oder qualifiziertes Fachpersonal. Die beschriebenen Zusammenhänge sind wissenschaftlich nicht abschließend belegt.

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