Der Musculus quadriceps femoris ist der große vierköpfige Oberschenkelstrecker (Rectus femoris sowie die drei Vasti-Anteile) und bildet gemeinsam mit der Kniescheibe eine funktionelle Einheit. Er ist die Basis für mehrere weitere Kniescheiben-Tapes, etwa bei Reizzuständen am Kniescheibenband.
Funktion
Der Quadrizeps streckt das Kniegelenk; der Rectus femoris beugt zusätzlich im Hüftgelenk. Bei Überlastung oder Fehlstatik der Beinachse kann es zu Schmerzen rund um die Kniescheibe kommen.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Die Person liegt auf dem Rücken, das Knie ca. 110° angewinkelt. Einen langen Streifen von der Kniescheibenunterkante bis zur Oberschenkelmitte zuschneiden sowie einen kurzen Streifen von der Kniescheibenoberkante bis zur Mitte des Unterschenkels. Beide Streifen an einem Ende ca. 10 cm als V-Tape einschneiden.
Schritt 2: Am Einschnittpunkt des langen Tapes das Trägerpapier abziehen, ca. 2 cm an beiden Seiten umschlagen und oberhalb der Kniescheibe ansetzen, sodass beide Streifen zur Kniescheibe zeigen. Den oberen Teil ohne Zug Richtung Oberschenkel führen.
Schritt 3: Die V-Streifen mit deutlichem Zug in einem Bogen um die Kniescheibe herum anlegen – nicht auf die Kniescheibe selbst. Der kurze Streifen wird entsprechend von unterhalb der Kniescheibe angelegt.
Mehr zur Anatomie: Musculus quadriceps femoris (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Piriformis-Tape anlegen
Tibialis-anterior/posterior-Tape anlegen
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.
Das Ischiadicus-Nerv-Tape folgt in etwa dem Verlauf des Ischiasnervs (Nervus ischiadicus), dem größten Nerv unseres Körpers. Es kommt vor allem bei ausstrahlenden Nervenschmerzen im Bein sowie unterstützend zum Einsatz, wenn trotz Behandlung der Gesäß- und Piriformis-Muskulatur weiterhin leichte ausstrahlende Beschwerden bestehen.
Wichtiger Hinweis
Bleiben trotz Muskelbehandlung deutliche, anhaltende oder zunehmende ausstrahlende Schmerzen, Taubheitsgefühle oder gar Lähmungserscheinungen bestehen, kann dies auf einen Bandscheibenvorfall oder eine andere ernsthafte Ursache hindeuten – in diesem Fall ist eine umgehende ärztliche Abklärung notwendig.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Vom äußeren Knöchel bis zum großen Rollhügel (Trochanter major) messen; das Tape wird in voller Breite verwendet.
Schritt 2: Die Person liegt seitlich, das Bein leicht angewinkelt. Den Anker am äußeren Knöchel setzen und mit mindestens 50 % Zug bis knapp unterhalb des Knies führen.
Schritt 3: Im Kniebereich das Tape ohne zusätzlichen Zug über den Nervenverlauf führen, oberhalb des Knies erneut leicht dehnen und entlang des Ischiasnervs hinter dem Trochanter major bis zum Kreuzbein ohne Zug ablegen.
Mehr zur Anatomie: Nervus ischiadicus (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Piriformis-Tape anlegen
Die Beinlängendifferenz: Der Schlüssel zur Körperstatik
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.
Der Musculus piriformis verläuft von der Beckeninnenseite (Kreuzbein) zum oberen Rand des großen Rollhügels (Trochanter major) am Oberschenkelknochen. In der Praxis ist er ein häufig unterschätzter Auslöser für ausstrahlende Beschwerden in Gesäß und Bein, weil der Ischiasnerv in seiner Nähe verläuft und durch angespannte Muskulatur gereizt werden kann.
Funktion
Der Piriformis ist gemeinsam mit dem Musculus obturatorius internus und den Musculi gemelli an der Abduktion im gebeugten Hüftgelenk beteiligt und unterstützt die Streckung der Hüfte. Bei der Untersuchung fällt häufig ein Druckschmerz am Beckenkamm auf – ein Hinweis, dass hier zusätzlich zum Lendenwirbelsäulen-Stern-Tape ein Piriformis-Tape sinnvoll sein kann.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Eine stabile Seitenlage einnehmen (wie beim Gluteus-Tape). Alternativ im Stehen mit angewinkeltem Knie auf einer Liege und leicht nach vorne gebeugtem Oberkörper.
Schritt 2: Vom Druckpunkt am Beckenkamm bis zum Kreuzbein messen und ein V-Tape zuschneiden. Den Anker auf dem Triggerpunkt setzen, sodass das Tape in Richtung Kreuzbein zeigt.
Schritt 3: Das Trägerpapier bis auf die letzten zwei Zentimeter am Ende abziehen und beide Enden mit mindestens 50 % Zug im Halbkreis zum Kreuzbein führen; die letzten Zentimeter jeweils ohne Zug ablegen.
Mehr zur Anatomie: Musculus piriformis (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Quadratus-lumborum-Tape anlegen
Ischiadicus-Nerv-Tape anlegen
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.
Der Musculus quadratus lumborum verläuft vom Beckenkamm zur untersten Rippe und zu den oberen vier Lendenwirbeln. Er gerät besonders dann unter Spannung, wenn eine Beinlängendifferenz besteht – meist schmerzt dabei die Seite mit dem längeren Bein, weil der Muskel dort verkürzt ist.
Funktion
Der Quadratus lumborum neigt die Lendenwirbelsäule seitlich und senkt die Rippe; beidseitig kann er als Atemhilfsmuskel mitwirken. Er wird häufig schon über ein Lendenwirbelsäulen-Stern-Tape mitbehandelt – erst wenn beim Vorbeugen weiterhin Beschwerden bestehen bleiben, wird er gezielt einzeln tapiert.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Die Person steht und neigt sich zur Gegenseite.
Schritt 2: Vom Rippenbogen bis zur vorderen Hüfte (Spina iliaca anterior superior) messen.
Schritt 3: Das Tape in dieser Position ohne Zug entlang des Rippenbogens zur Hüfte führen. Dieses Tape wird am besten immer in Kombination mit einem Lendenwirbelsäulen-Stern-Tape verwendet. Für Sportlerinnen und Sportler können zwei parallele Streifen bei vorgedehntem Muskel angelegt werden.
Mehr zur Anatomie: Musculus quadratus lumborum (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Die Beinlängendifferenz: Der Schlüssel zur Körperstatik
Piriformis-Tape anlegen
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.
Der Musculus latissimus dorsi ist der längste und einer der am stärksten verdrehten Muskeln unseres Körpers. Er zieht von den unteren Brust- und Lendenwirbeln sowie dem Beckenkamm bis zum Oberarm und verdreht sich dabei um rund 180°. Er wird besonders bei Überkopfbewegungen beansprucht – typisch bei Sportarten mit Ballspielen über Kopf, beim Speerwurf, beim Klimmzug oder beim Streichen von Decken.
Funktion
Der Latissimus streckt und adduziert den Arm, dreht ihn nach innen und zieht das Schulterblatt nach unten und hinten. Da er so lang und verdreht verläuft, ist er als Schmerzursache oft schwer zu erkennen – Betroffene berichten häufig erst nach einer gewissen Ruhephase von Beschwerden, manchmal sogar nach erfolglosen kardiologischen oder pneumologischen Abklärungen wegen projizierter Rückenschmerzen im Brustbereich.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Die Person steht wie ein Speerwerfer: Beine leicht geöffnet, ein Fuß vorn, der zu tapende Arm hoch gestreckt, der Oberkörper leicht nach vorne geneigt.
Schritt 2: In dieser Haltung vom oberen Drittel des Oberarms bis zum Kreuzbein messen und das Tape entlang des Muskelverlaufs ohne Zug anlegen.
Alternative: Den Muskel mit dem Tape umfassen – dazu zwei gleich lange Streifen zuschneiden und entsprechend anlegen. Für Sportlerinnen und Sportler kann der gesamte Muskel grossflächig mit Tape abgedeckt werden.
Mehr zur Anatomie: Musculus latissimus dorsi (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Trapezius-Tape anlegen
Nebenwirkungen des Medi-Tapings
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.
Der Trapezius (Kapuzenmuskel) ist einer der größten Rücken- und Nackenmuskeln und zieht sich vom Hinterkopf über die Halswirbelsäule bis zur unteren Brustwirbelsäule und zum Schulterblatt. Er wird in drei Teile gegliedert: den absteigenden (Pars descendens), den queren (Pars transversa) und den aufsteigenden Anteil (Pars ascendens). Typische Beschwerdebilder sind Nackenverspannungen, ein seitliches "Halsziehen" sowie Schmerzen zwischen den Schulterblättern – meist im Bereich des aufsteigenden Anteils.
Funktion
Je nach Faserverlauf hebt, senkt oder dreht der Trapezius das Schulterblatt und ist an der Streckung sowie Seitneigung der Halswirbelsäule beteiligt. Da der Muskel so großflächig ist, lässt sich ein einzelner Triggerpunkt oft nur schwer isolieren – in der Praxis wird er häufig schon über benachbarte Tape-Anlagen (z. B. Schulterblatt- oder Halswirbelsäulen-Tapes) mitbehandelt.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Vom Schulterwinkel bis zum Haaransatz messen und drei gleich lange Tapestreifen zuschneiden. Den Kopf zur Gegenseite neigen und den ersten Streifen ohne Zug hinter dem Ohr ansetzen.
Schritt 2: Die Schulter nach vorne führen und den zweiten Streifen vom Schulterwinkel entlang des Trapeziusrandes bis zum zwölften Brustwirbel anlegen.
Schritt 3: Bei gleicher Vordehnung der Schulter den dritten Streifen mittig, horizontal in Richtung Wirbelsäule führen – er endet meist am gegenüberliegenden Schulterblatt. Bei schlanker gebauten Personen reichen auch zwei schmalere Streifen (ein V-Tape und ein mittig geteilter Streifen).
Mehr zur Anatomie: Musculus trapezius (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Sternocleidomastoideus-Tape (Kopfwender-Tape) anlegen
Die Schulter richtig tapen
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.