Trapezius-Tape (Kapuzenmuskel) anlegen – Anleitung Schritt für Schritt

Autor des Artikels: Dr. med. Dieter Sielmann
Artikel veröffentlicht unter: 24. Sep 2026
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Kinesiology-Tape in Sternform auf Nacken und Schulter – Trapezius-Tape-Anwendung

Der Trapezius (Kapuzenmuskel) ist einer der größten Rücken- und Nackenmuskeln und zieht sich vom Hinterkopf über die Halswirbelsäule bis zur unteren Brustwirbelsäule und zum Schulterblatt. Er wird in drei Teile gegliedert: den absteigenden (Pars descendens), den queren (Pars transversa) und den aufsteigenden Anteil (Pars ascendens). Typische Beschwerdebilder sind Nackenverspannungen, ein seitliches "Halsziehen" sowie Schmerzen zwischen den Schulterblättern – meist im Bereich des aufsteigenden Anteils.

Funktion

Je nach Faserverlauf hebt, senkt oder dreht der Trapezius das Schulterblatt und ist an der Streckung sowie Seitneigung der Halswirbelsäule beteiligt. Da der Muskel so großflächig ist, lässt sich ein einzelner Triggerpunkt oft nur schwer isolieren – in der Praxis wird er häufig schon über benachbarte Tape-Anlagen (z. B. Schulterblatt- oder Halswirbelsäulen-Tapes) mitbehandelt.

Anlage des Tapes

Schritt 1: Vom Schulterwinkel bis zum Haaransatz messen und drei gleich lange Tapestreifen zuschneiden. Den Kopf zur Gegenseite neigen und den ersten Streifen ohne Zug hinter dem Ohr ansetzen.
Schritt 2: Die Schulter nach vorne führen und den zweiten Streifen vom Schulterwinkel entlang des Trapeziusrandes bis zum zwölften Brustwirbel anlegen.
Schritt 3: Bei gleicher Vordehnung der Schulter den dritten Streifen mittig, horizontal in Richtung Wirbelsäule führen – er endet meist am gegenüberliegenden Schulterblatt. Bei schlanker gebauten Personen reichen auch zwei schmalere Streifen (ein V-Tape und ein mittig geteilter Streifen).

Mehr zur Anatomie: Musculus trapezius (Wikipedia)

Weitere Anleitungen:


Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.

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