Ein sogenannter Tennisellbogen entsteht oft durch eine Überlastung der Sehnenansätze am Unterarm. Mit der richtigen Taping-Technik nach der Sielmann-Methode kannst du die betroffene Muskulatur im Alltag und beim Sport begleiten und die Beweglichkeit fördern.
Vorbereitung
Hautvorbereitung: Die Stelle muss sauber, trocken und fettfrei sein.
Tape-Zuschnitt: Einen I-Streifen (ca. 20 cm) zurechtschneiden und die Ecken abrunden, damit das Tape länger hält und nicht aufrollt.
Timing: Das Tape mindestens 20 Minuten vor körperlicher Aktivität anbringen.
Schritt 1: Die Basis fixieren
Das Handgelenk leicht nach unten beugen, um die Muskulatur auf der Oberseite des Unterarms vorzudehnen. Das Schutzpapier ca. 3–4 cm vom Ende einreißen. Die Basis des Tapes ohne Dehnung auf dem Handrücken kurz vor dem Handgelenk ansetzen.
Schritt 2: Applikation unter Dehnung
Das restliche Abdeckpapier langsam abziehen. Das Tape mit mittlerer Dehnung entlang der Außenseite des Unterarms in Richtung Ellbogen führen – orientiert an der Schmerzlinie der Muskulatur.
Schritt 3: Abschluss und Aktivierung
Das Ende des Tapes (die letzten 2–3 cm) wieder völlig ohne Dehnung im Bereich des äußeren Ellbogens ablegen. Wichtig: Das Tape nach dem Aufbringen mehrmals kräftig mit der Hand festreiben. Die entstehende Wärme aktiviert die Klebemasse für optimalen Halt.
Profi-Tipps aus Dr. Sielmanns Büchern
Zugstärke: Diese Anlage wird meist detonisierend (entspannend) geklebt, d. h. mit Zug in Richtung des Muskelursprungs.
Tragedauer: Das Original Medi-Tape® kann bis zu 7 Tage getragen werden, auch beim Duschen und Sport.
Ganzheitlichkeit: Für eine tiefergehende Begleitung ist oft die Korrektur der Körperstatik entscheidend, wie Dr. Sielmann in seinem Kursbuch und dem Ringbuch „Anlagetechniken“ beschreibt.
Wichtiger Hinweis & Rechtlicher Disclaimer
Kein Heilversprechen: Die beschriebenen Methoden und Anwendungen basieren auf den langjährigen Praxiserfahrungen von Dr. med. Dieter Sielmann. Aus den Ausführungen lässt sich jedoch kein Heilversprechen ableiten. Die Wirkung von kinesiologischen Tapes ist wissenschaftlich nicht abschließend bewiesen; ihre Anwendung beruht auf Erkenntnissen der Erfahrungsheilkunde.
Kein Ersatz für ärztlichen Rat: Die Inhalte dieser Seite stellen keine medizinische Beratung dar und können eine individuelle Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt, Physiotherapeuten oder Heilpraktiker nicht ersetzen.
Ärztliche Rücksprache halten: Bei akuten oder chronischen Beschwerden, unklaren Krankheitsbildern oder nach Unfällen sollte immer ein Arzt konsultiert werden, bevor Sie mit einer Eigenbehandlung beginnen.
Anwendung auf eigene Gefahr: Die Umsetzung der hier gezeigten Anleitungen erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Schmerz und Tape GmbH übernimmt keine Haftung für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch die Anwendung der gezeigten Techniken entstehen.
Kontraindikationen beachten: Tapes sollten niemals auf offene Wunden, akute Hauterkrankungen oder bei bekannten Allergien gegen Acrylkleber aufgebracht werden.
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Nackenverspannungen zählen zu den häufigsten Alltagsbeschwerden, oft verursacht durch myofasziale Verhärtungen und eine gestörte Mikrozirkulation im Bereich der Halswirbelsäule. Diese einfache 2-Schritt-Taping-Anleitung nach der Sielmann-Methode soll die Muskulatur begleiten und entlasten – ganz ohne Wirkstoffe, allein über mechanische Reize auf der Haut (siehe auch unseren Ratgeber zur Gate-Control-Theorie).
Vorbereitung der Haut
Die Haut im Nacken- und oberen Rückenbereich sollte trocken, fettfrei und idealerweise haarfrei sein. Ein Pre-Tape Spray kann die Haftung maximieren.
Schritt 1: Das erste Tape anlegen
Zwei I-Zügel (ca. 10–15 cm) vom blauen Medi-Tape® benötigt
Ecken mit scharfer Schere abrunden
Kopf leicht nach vorne neigen lassen
Oberen Ankerpunkt ohne Zug am Nacken platzieren
Tape mit leichter bis mittlerer Zugstärke (ca. 25–50 %) vertikal nach unten kleben
Unteren Anker ohne Zug auflegen
Tape mehrmals fest anreiben zur Aktivierung
Schritt 2: Das zweite Tape anlegen & Endergebnis
Zweiten I-Zügel parallel zum ersten Tape kleben
Auf der anderen Seite der Wirbelsäule positionieren
Ebenfalls mit leichter bis mittlerer Zugstärke nach unten
Symmetrischen Abstand beachten
Fertig: zwei parallele blaue Tapes von Nacken bis oberem Rücken
Zweites Tape fest anreiben
Profi-Tipps aus Dr. Sielmanns Büchern
Zugstärke: Die Anlage wird meist detonisierend (entspannend) geklebt, d. h. mit Zug in Richtung des Muskelursprungs.
Tragedauer: Das Original Medi-Tape® kann bis zu 7 Tage getragen werden, auch beim Duschen und Sport.
Ganzheitlichkeit: Die Körperstatik-Korrektur ist oft entscheidend – eine ISG-Blockade kann aufsteigende Nackenprobleme mitverursachen.
Wichtiger Hinweis & Rechtlicher Disclaimer
Kein Heilversprechen: Die beschriebenen Methoden und Anwendungen basieren auf den langjährigen Praxiserfahrungen von Dr. med. Dieter Sielmann. Aus den Ausführungen lässt sich jedoch kein Heilversprechen ableiten. Die Wirkung von kinesiologischen Tapes ist wissenschaftlich nicht abschließend bewiesen; ihre Anwendung beruht auf Erkenntnissen der Erfahrungsheilkunde.
Kein Ersatz für ärztlichen Rat: Die Inhalte dieser Seite stellen keine medizinische Beratung dar und können eine individuelle Untersuchung, Diagnose oder Behandlung durch einen Arzt, Physiotherapeuten oder Heilpraktiker nicht ersetzen.
Ärztliche Rücksprache halten: Bei akuten oder chronischen Beschwerden, unklaren Krankheitsbildern oder nach Unfällen sollte immer ein Arzt konsultiert werden, bevor Sie mit einer Eigenbehandlung beginnen.
Anwendung auf eigene Gefahr: Die Umsetzung der hier gezeigten Anleitungen erfolgt auf eigene Verantwortung. Die Schmerz und Tape GmbH übernimmt keine Haftung für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch die Anwendung der gezeigten Techniken entstehen.
Kontraindikationen beachten: Tapes sollten niemals auf offene Wunden, akute Hauterkrankungen oder bei bekannten Allergien gegen Acrylkleber aufgebracht werden.
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Das Kiefergelenk spielt für die gesamte Körperstatik eine größere Rolle, als viele annehmen. Der Musculus masseter (Kaumuskel) zieht vom Jochbogen zum Unterkieferwinkel und wird vom Nervus trigeminus versorgt. Bei einer craniomandibulären Dysfunktion (CMD) – einem Fehlzusammenspiel von Zahnkontakten, Kaumuskulatur und Kiefergelenk – kann es zu Verspannungen, nächtlichem Zähneknirschen (Bruxismus) und ausstrahlenden Beschwerden kommen.
Einsatzbereiche
Das Masseter-Tape wird vor allem bei nächtlichem Zähneknirschen und Kiefergelenkschmerzen eingesetzt sowie begleitend bei Migräne-Behandlungen. Nach einer Zahnextraktion – insbesondere bei Weisheitszahn-Eingriffen – kann ein Wangen-Tape zudem als unterstützende Maßnahme helfen, damit sich Schwellung und Nachschmerz schneller zurückbilden; dies ersetzt keine zahnärztliche Nachsorge.
Anlage des Masseter-Tapes
Schritt 1: Der Mund wird so weit wie möglich geöffnet. Das Tape auf halbe Breite zuschneiden, ca. 2 cm kürzer als der zu behandelnde Bereich.
Schritt 2: Das Trägerpapier in der Mitte aufreißen, die Mitte des Tapes dehnen und auf der Wange über dem Kaumuskel anbringen. Die Enden werden ohne Zug angelegt.
Anlage nach Zahnextraktion
Schritt 3: Ein Tape in Wangengröße zuschneiden, das Papier mittig aufreißen und mit leichter Spannung mittig auf die Wange über Kaumuskel und Unterkiefer auflegen. Optional kann ein zweiter Streifen senkrecht zum Unterkiefer ergänzt werden.
Mehr zur Anatomie: Musculus masseter (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Sternocleidomastoideus-Tape anlegen
Trapezius-Tape anlegen
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.
Das Intercostalis-Tape wird entlang der Rippenzwischenräume angelegt und kommt vor allem nach Brustkorbprellungen oder im Bereich schmerzhafter Rippenabschnitte zum Einsatz. Es folgt dem Verlauf der Rippen und deckt den betroffenen Bereich grosszügig ab.
Anwendungsbereich
Das Tape wird bei stumpfen Prellungen des Brustkorbs sowie bei druckempfindlichen Stellen entlang der Rippen eingesetzt. Bei Verdacht auf eine Rippenfraktur, bei Atembeschwerden oder starken, ungeklärten Schmerzen im Brustkorb ist immer zunächst eine ärztliche Abklärung notwendig.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Den schmerzhaften Bereich groszügig ausmessen – das Tape sollte mindestens fünf Zentimeter über den eigentlichen Schmerzbereich hinausreichen.
Schritt 2: Die Person streckt sich so weit nach vorne, wie es der Schmerz zulässt. Das Tape wird mit der Daumentechnik vollständig gedehnt entlang der Rippen auf den Schmerzbereich aufgebracht. Bei größeren Arealen können mehrere Streifen in unterschiedlichen Richtungen ergänzt werden.
Mehr zur Anatomie: Musculi intercostales (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Nebenwirkungen des Medi-Tapings
Latissimus-dorsi-Tape anlegen
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.
Der Nervus radialis gehört zum Plexus brachialis und entspringt den Segmenten C5–Th1. Er versorgt motorisch vor allem die Streckmuskulatur von Ellenbogen, Handgelenk und Fingern sowie sensibel die Streckseite von Ober- und Unterarm.
Funktion
Bei einer Reizung oder Kompression des Nervs – etwa durch längeres Aufliegen des Arms am Oberarmknochen – kann die Streckung von Handgelenk und Fingern eingeschränkt sein. Das Tape wird begleitend eingesetzt, u. a. bei Beschwerden im Verlauf des Nervs.
Anlage des Tapes
Schritt 1: Den Verlauf des Nervus radialis an der Streckseite von Oberarm und Unterarm nachvollziehen und die Länge entsprechend abmessen.
Schritt 2: Das Tape ohne starke Vordehnung entlang des Nervenverlaufs von der Schulter über die Außenseite des Oberarms bis zum Handrücken anlegen und die Enden ohne Zug ablegen.
Mehr zur Anatomie: Nervus radialis (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Ischiadicus-Nerv-Tape anlegen
Trapezius-Tape anlegen
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.
Der Musculus tibialis anterior hebt den Fuß (Dorsalextension) und ist an der Supination beteiligt; sein Gegenspieler, der Musculus tibialis posterior, supiniert den Fuß und wirkt an der Plantarflexion mit. Beide Muskeln werden häufig gemeinsam betrachtet, etwa bei einer Fußheberschwäche (z. B. nach einem Schlaganfall oder bei Nervenkompression), aber auch bei statisch bedingten Beschwerden im Unterschenkel.
Funktion
Ist der Tibialis anterior geschwächt, fällt das Anheben der Fußspitze schwer (Fußheberschwäche). Eine Schwäche des Tibialis posterior zeigt sich u. a. an einer Abflachung des Längsgewölbes und Schwierigkeiten beim Zehenstand. In der Praxis werden beide Muskeln oft in unterschiedlichen Farben gegeneinander tapiert, um den einen zu entlasten und den anderen zu unterstützen.
Anlage des Tapes (Tibialis anterior)
Schritt 1: Den Fuß nach oben ziehen. Vom äußeren Knöchel über die Fußsohle, am inneren Knöchel vorbei, bis knapp unterhalb der Kniescheibe entlang des Schienbeins messen. Zusätzlich einen Streifen für eine ringförmige Anlage um den Unterschenkel zuschneiden.
Schritt 2: Das Tape während Dorsalextension und Supination genau wie gemessen ohne Zug anlegen und abschließend den Ringstreifen unterhalb des Knies ohne Zug anlegen.
Anlage des Tapes (Tibialis posterior)
Schritt 3: Analog, jedoch entlang des Verlaufs des Tibialis posterior an der Innenseite des Unterschenkels – typischerweise in Kontrastfarbe zum Tibialis-anterior-Tape, um beide Muskeln gezielt zu unterscheiden.
Mehr zur Anatomie: Musculus tibialis anterior (Wikipedia)
Weitere Anleitungen:
Quadriceps-Tape anlegen
Ischiadicus-Nerv-Tape anlegen
Kein Heilversprechen: Die hier beschriebenen Anwendungen basieren auf den Erfahrungen der MEDI-TAPING®-Methode und ersetzen keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Sie sind kein Versprechen auf Heilung. Bei anhaltenden, starken oder unklaren Beschwerden, bei Lähmungserscheinungen, nach Unfällen oder bei Verdacht auf eine ernsthafte Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine Therapeutin bzw. einen Therapeuten.